Wattenscheid war eine Reise wert

Nach einer längeren Pause qualifizierten sich wieder Athletinnen des TV Bad Kötzting für deutsche Meisterschaften in der Leichtathletik. So traten am Donnerstag früh sechs Leichtathletinnen mit ihren Eltern und Trainer Alois Brandl die 600 km lange Fahrt ins Ruhrgebiet nach Bochum-Wattenscheid an. Dort angekommen, besichtigten sie die zurzeit schönste Leichtathletikarena Deutschlands. Das Lohrheide-Stadion mit seiner Umgebung wurde in den letzten beiden Jahren zu einem wahren Schmuckstück gründlich umgebaut und modernisiert. Nach einem Rundgang ging es weiter ins Hotel in die Innenstadt. Zum Abendessen war ein Platz in einer Pizzeria reserviert, wo sich alle Athletinnen und Begleitung die Pasta und Pizzas schmecken ließen. Aufregung herrschte dann kurz vor Mitternacht im Hotel. Zweimal wurde die Rauchmelderanlage mutwillig ausgelöst, so dass die Feuerwehr anrücken musste um die Anlage wieder zu entschärfen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machte sich dann die ganze Truppe auf ins Stadion um sich in Ruhe auf ihren Staffeleinsatz am frühen Nachmittag vorzubereiten. Schon auf dem Einlaufplatz bewunderten die jungen Kötztingerinnen ihre Gegnerinnen aus Leverkusen, Hamburg, Berlin und aus den vielen Leichtathletikhochburgen Deutschlands. Und mit dabei das kleine Städtchen Bad Kötzting im Bayerischen Wald.

Und nicht nur mit einer Staffel, nein sogar zwei hatten sie sich für diese Meisterschaften qualifiziert, wenn auch eine in einer Startgemeinschaft mit dem TV Burglengenfeld an den Start ging. Als erste Staffel musste das Team der AK U 20 an den Start. Sie liefen die Stadionrunde in der Besetzung Hannah Hausladen als Startläuferin, diese übergab den Stab an Anna Schmidt auf der Gegengerade. Die zweite Kurve sprintete Theresa Marek und dann hatte als Schlussläuferin Mara Heller noch die Aufgabe möglichst schnelle über die Ziellinie zu sprinten. Und dies taten die vier jungen Athletinnen in ausgezeichneter Manier. Als zweite in ihrem Lauf und insgesamt auf Platz sechzehn der neununddreißig besten Staffeln Deutschlands war es ein riesengroßer Erfolg für das Staffelteam. Was neben der guten Platzierung noch viel mehr wiegt, ist die gelaufene Zeit der vier jungen Damen. Mit 47,81 Sekunden verbesserten sie nicht nur ihre bisherige Bestleistung von 48,51 Sekunden, sondern stellten einen neuen Bezirksrekord auf und belegen in der Bestenliste Bayern den dritten Rang.

Als nächstes waren dann die vier Mädels der AK U 16 am Start. Als reines TV-Quartett war ihnen die Qualifikation noch am letzten Samstag in Regensburg gelungen. Sie lagen mit 50,36 Sekunden in der Meldeliste der 49 Staffeln auf Rang 25. Schon dieses Ergebnis war schon ein großer Erfolg für das Staffelquartett. Die noch ganz jungen Athletinnen liefen in folgender Aufstellung: Startläuferin war Rafaela Berzl, auf Nummer zwei lief Laura Schmidt, die das Staffelholz an Emma Heinze übergab, diese beförderte es nach einem sehr guten Kurvenlauf an die Schlussläuferin Valentina Ascherl. Und alle Wechsel funktionierten wie am Schnürchen. Auch sie kamen in ihrem Lauf als zweite ins Ziel. Im großen Feld der 49 Staffeln konnten sie sich von Rang 25 auf Platz 18 verbessern. Auch bei ihnen war die Zeit das große Ziel und nicht die Platzierung. Und das erreichten sie voll und ganz. Mit 50,36 Sek gemeldet zeigte die Anzeigetafel beim Zieldurchlauf die fantastische Zeit von 49,47 Sekunden an. Das war nicht nur ein neuer Vereinsrekord, sondern auch eine neue Bezirksbestleistung. Die bisherige war seit 2009 im Besitz der Telis Finanz Regensburg. Die Staffel verbesserte sich in der bayerischen Bestenliste auf den zweiten Platz hinter der Staffel der Stadtwerke München.

Auf alle Fälle war es für die beiden Staffeln ein tolles Erlebnis ihre Performance auf nationaler Bühne einmal zu präsentieren und mit einem Erfolgserlebnis die weite Rückreise zu starten. Letztlich waren die Zeiten nur eine Bestätigung ihres Trainingsfleißes und ihrer Einstellung zur Leichtathletik. Und es war auch zur Freude ihres Trainers, denn es hat sich gezeigt, dass auch in der Provinz Leichtathletik auf einem sehr hohen Niveau betrieben werden kann. Denn mittlerweile spielt das Schülerinnenteam des TV Bad Kötzting in dieser Klasse in der Bundesliga. Sie belegen 14mal Plätze von 1 bis 18. Den ersten Rang nimmt Valentina Ascherl im Blockmehrkampf Lauf ein. Einen zweiten Rang belegt sie im Weitsprung und mit ihren vier Kameradinnen Laura Schmidt, Rafaela Berzl, Magdalena Neuberger und Emma Heinze mit der Mannschaft im Blockmehrkampf.

Bilder:

U 16 Staffel: Vo.li. 1851 Emma Heinze – 1852 Laura Schmidt – 1849 Rafaela Berzl – 1850 Valentina Ascherl

U 20 Staffel: Vo.li. 389 Anna Schmidt – 451 Hannah Hausladen – 452 Mara Heller – 388  Theresa Marek

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Für die deutsche Meisterschaft qualifiziert

Die Norm für die DM unterboten – Tolle Leistungen der Schülerinnen des TV Bad Kötzting

Mit ganz starken Leistungen und tollen Platzierungen warteten am Samstag die Schülerinnen der Leichtathleten des TV Bad Kötzting bei ihren Bezirksmeisterschaften in Regensburg auf.

Dabei hatten sie mit dem Ergebnis der 4x100m Staffel der Schülerinnen U 16 einen ganz besonderen Grund zur Freude und zum Feiern. Die vier Mädchen, Rafaela Berzl, Laura Schmidt, Emma Heinze und Valentina Ascherl liefen die Stadionrunde in einer super Performance. Mit drei ausgezeichneten Wechseln des Stabes und der nötigen Schnelligkeit blieb die Anzeigetafel beim Zieldurchlauf bei 50,36 Sek stehen. Dies war in der Oberpfalzwertung der erste Platz und gleichzeitig wurde die geforderte Norm für die Teilnahme an den deutschen Schülermeisterschaften an diesem Wochenende in Wattenscheid unterboten. Damit sind die vier Mädels die zweite Staffel des TV, die sich heuer für eine deutsche Meisterschaft qualifiziert hat. Das letzte Mal, dass sich eine 4×100 m Staffel für eine Teilnahme an einer DM qualifiziert hat, war 2009. Nebenbei verbesserten sie auch den Vereinsrekord aus dem Jahre 2009. Für einen so kleinen Verein wie dem TV Bad Kötzting ist es nicht immer einfach vier schnelle Mädels in zwei Jahrgängen zu finden, die die geforderten Zeiten für so große Meisterschaften erfüllen können. 

Auch die Staffel der U 14 Mädels lief über die 4×75 m in 40,55 Sek eine ausgezeichnete Zeit und holte sich die Goldmedaille. Mit vier Einzeltiteln und einem mit der Staffel war Valentina Ascherl die erfolgreichste Teilnehmerin dieser Bezirksmeisterschaften. Auch die W 12-Athletin Teresa Traurig holte sich mit lauter neuen Bestleistungen drei Einzeltitel und einen Mannschaftstitel mit ihren Staffelkameradinnen über die 4×75 m. Insgesamt gewannen die Bad Städterinnen 29 Medaillen, davon dreizehn Goldmedaillen, 11 in Silber und fünf in Bronze. Dabei erzielten sie zwei neue Vereinsrekorde und elf persönlichen Einzelbestleistungen und eine in der Staffel.

Die beiden Vereinsrekorde sind von Valentina Ascherl W 14 im Speerwurf mit 38,93 m und mit der 4×100 m Staffel U 16 Mädchen erzielt worden. Für Valentina Ascherl ist es nicht ganz verständlich, dass sie trotz fünf erreichter Leistungen als 14jährige nicht an den deutschen Schülermeisterschaften in den Einzeldisziplinen teilnehmen darf. Sie hätte die Normen über die 100 m, die 300 m, 80 m Hürden, im Weitsprung und jetzt auch noch im Speerwurf erfüllt. Aber laut DLV sind nur die 15jährigen für eine Teilnahme berechtigt!

Hier die Platzierungen und Leistungen der Medaillengewinnerinnen mit den Hinweisen für einen Vereinsrekord (VR) und einer persönlichen Bestleistung (PB)

Goldmedaille:

4×75 m Staffel U 14 (Elise Wesoly-Amelie Fischer-Teresa Traurig-Magdalena Neuberger) 40,55 Sek; 4×100 m Staffel U 16 (Rafaela Berzl-Laura Schmidt-Emma Heinze-Valentina Ascherl) 51,36Sek VR; Teresa Traurig W 12 (75 m 10,45 Sek PB, 60 m Hürden 10,41 Sek. PB, Weitsprung 4,87 m PB); Magdalena Neuberger W 13 (75 m 10,20Sek, Weitsprung 4,81 m); Emma Heinze W 15 (Weitsprung 4,66 m); Laura Schmidt W 14, (800 m 2:31,07 min); Valentina Ascherl W14 (300 m 45,10 Sek, 80 m Hürden 12,15 Sek, Weitsprung 5,50 m und Speerwurf 38,93 m VR+PB).

Silbermedaille:

Lilli Altmann W 13 (Hoch 1,31 m), Magdalena Neuberger W13 (800 m 2:29,87 Min); Amelie Fischer W 12 (800 m 2:53,96 Min, 60 m Hürden 10,93 Sek); Elise Wesoly (Weitsprung 4,70 m, PB, Hochsprung 1,28 m); Emma Heinze W 15 (80 m Hürden 12,89 Sek, Hoch 1,43 m); Valentina Ascherl (100 m 13,09 Sek); Laura Schmidt (80 m Hürden 12,54 Sek PB); Rafaela Berzl (Weitsprung 5,19 m).

Bronzemedaille: 

Lilli Altmann (800 m 2:42,41 Min); Elise Wesoly (60 m Hürden 11,20 Sek), Amelie Fischer (Weitsprung 4,47 m PB), Rafaela Berzl (100 m 13,39 Sek); Emma Heinze (100 m 13,89 Sek)

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