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Erneuter Mehrkampf-Titel für Luisa Fischer

Nach dem Siebenkampftitel im letzten Sommer sicherte sich Luisa Fischer vom TV Bad Kötzting auch die Mehrkampfmeisterschaft unter dem Hallendach. Sie wurde damit ihrer leichten Favoritenrolle gerecht und durfte damit eine weitere Goldmedaille bei bayerischen Meisterschaften entgegennehmen. Als einzige Athletin vom TV Bad Kötzting ging sie am Wochenende bei diesen Meisterschaften in der Leichtathletikhalle in Fürth an den Start.

Gleich beim Auftaktwettbewerb, dem Kugelstoßen übernahm sie mit der guten Weite von 10,64 m die Führung im Vierzehner-Feld der Altersklasse U 20. Als zweite Disziplin war dann der 60 m Hürdensprint an der Reihe. Hier lieferte sie wieder eine tolle Vorstellung ab. Mit neuer Bestzeit von 9,42 Sek und damit schnellste aller Teilnehmerinnen, baute sie ihre Führung auf über 100 Punkte gegenüber ihrer stärksten Widersacherin aus. Nach einer längeren Pause mussten die Athletinnen als dritte Disziplin den Hochsprung bestreiten. Hier musste die Badstädterin fast Bestleistung springen, um nicht ins Hintertreffen zu gelangen, denn zwei andere Athletinnen steigerten sich in dieser Disziplin gewaltig. Aber die TVlerin konnte jede Höhe ebenfalls überfloppen, so dass am Ende für alle drei die Höhe von 1,66 m zu Buche stand.

Damit behielt Fischer ihren Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Magdalena Müller vom SWC Regensburg von 103 Punkten. Alle anderen Athletinnen hatten nach dem Hochsprung-Wettbewerb mit der Vergabe von Gold und Silber nichts mehr zu tun. So konnte sich das Mehrkampftalent des TV beim abschließenden 800 m Lauf auf die Athletin des SWC Regensburg konzentrieren. In einem kontrollierten Rennen auf den ersten drei Hallenrunden folgte Fischer der Regensburgerin immer im Windschatten. Eingangs der vierten und letzten Runde verschärfte die Bad Kötztingerin das Tempo und lief sich dann sogar noch einen kleinen Vorsprung bis ins Ziel heraus, so dass der Titel einer bayerischen Hallenmeisterschaft in der AK U 20 wieder in die Pfingstrittstadt wanderte.

Für Luisa Fischer ist es bereits die vierte bayerische Meisterschaft in einem Mehrkampf, den sie für sich entscheiden konnte.

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Sieben Medaillen für TV-Athleten

Gold für Luisa Fischer im Hochsprung – noch weitere sechs Medaillen

Mit einem nie erwarteten Erfolg endeten am Wochenende die Bayerischen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten. Mit über 800 Meldungen tummelten sich an den beiden Tagen die erfolgreichen Qualifikanten in der Lindehalle im Olympiapark. Darunter auch sieben Athletinnen und Athleten der Leichtathletik-Abteilung des TV Bad Kötzting.

Bereits am ersten Tag begann der Auftakt über die 60 m Hürden nach Maß. Trotz eines verpatzten Starts gelang Sebastian Wolczecki M 15 noch eine Aufholjagd über die fünf Hürden und er erreichte den guten dritten Rang. Mit etwas mehr Konzentration zur ersten Hürde wäre hier mehr drin gewesen.

Als zweite der TVler war dann Alicia Inhofer U 18 an der Reihe. Sie belegte in ihrem Vorlauf mit 9,03 Sek Rang zwei und hatte damit die Teilnahme am Finale sicher in der Tasche. In diesem stellte sie dann wieder ihre Hürdenqualität unter Beweis. Mit einem viel besseren Start zur ersten Hürde gelang ihr ein sehr guter Lauf auch über die restlichen vier Hürden. Mit der ausgezeichneten Zeit von 8,90 Sek durfte sie sich über die Silbermedaille freuen. Damit hat sie in den letzten vier Jahren über die 60 m Hürden jeweils entweder Gold oder Silber in den verschieden Altersklassen gewonnen.

Luisa Fischer testete vor den bayerischen Mehrkampfmeisterschaften auch noch einmal in dieser Disziplin. Mit einer kleinen Verbesserung gegenüber dem letzten Wettkampf belegte sie am Ende Rang sieben unter den Spezialistinnen. Eine starke Vorstellung gab es auch von Michael Liebl in der U 18 männlich über die 60 m Hürden. Mit neuer Bestzeit belegte er nach den zwei Zeitläufen den fünften Rang. Beim Weitsprungwettbewerb der M 15 erzielte Sebastian Wolczecki gleich in seinem ersten Versuch die beste Weite. Obwohl er den Absprungbalken nicht traf, landete er bei 5,94 m in der Grube. Diese Weite wurde nur von einem Springer überboten. So gewann er innerhalb von einer Stunde die zweite Medaille und sie hatte diesmal die Farbe Silber. Im 60 m Finale der Altersklasse M 15 belegte er den guten fünften Rang. Hier konnte sich Alicia Inhofer leider nicht für das Finale der U 18 weiblich qualifizieren.

Luisa Fischer beendete das Kugelstoßen der AK U 20 auf  Rang sechs. Am Sonntag musste Luisa Fischer bereits um 10.00 Uhr im Weitsprungwett-bewerb antreten. Die Disziplin kann aufgrund der Trainingsmöglichkeiten im Winter in einer normalen Turnhalle schwer geübt werden. Aber das Mehrkampftalent versuchte es so gut es ging. Und es ging sehr gut für sie. Nach einem ersten Versuch, bei dem sie bei 5,20 m landete, konnte sie sich im vierten Anlauf auf 5,28 m steigern, was für sie am Ende den Gewinn der Bronzemedaille bedeutete.

Nun hieß es gleich die Weitsprungspikes gegen die Hochsprungspikes zu tauschen um in dieser Disziplin an den Start zu gehen. Hier rechnete sie sich und auch Trainer Brandl keine großen Chancen auf einen Spitzenplatz im Konzert der Spezialistinnen aus. Aber gut, dass es im Sport auch immer Überraschungen gibt und nicht im Voraus schon die Medaillen vergeben sind. Sie wählte bewusst mit 1,50 m eine etwas niedrige Einstiegshöhe, um etwas mehr Wettkampfsprünge absolvieren zu können. Über die nächsten Höhen von 1,55m, 1,58m und 1,61m, die sie alle im ersten Versuch übersprang, waren noch alle sieben Springerinnen im Wettbewerb. Als dann die Latte auf 1,64m gelegt wurde, ging es dann schon um eine gewisse Vorentscheidung. Und so war es dann auch. Als einzige, die auch diese Höhe im ersten Anlauf überwand, war die Mehrkämpferin aus Bad Kötzting plötzlich vorne. Zwei weitere Athletinnen überwanden diese Höhe im zweiten Anlauf und für die restlichen vier war leider der Wettkampf beendet, denn von ihnen blieb die Latte bei keinem ihrer drei Versuche auf der Auflage liegen. Für die restlichen drei Springerinnen wurden dann 1,67 m aufgelegt, die sie aber im ersten Sprung noch nicht überwinden konnten. Fischer und einer Athletin vom SWC Regensburg glückte es im zweiten Anlauf auch diese Höhe zu meistern. Die nächste Höhe von 1,70m war dann an diesem Tag für beide noch zu hoch. Aufgrund der Überquerung von 1,64m im ersten Versuch durfte sich die Bad Kötztingerin dann über den bayerischen Meistertitel und die unverhoffte Goldmedaille freuen. Gleichzeit zum Hochsprung der Mädchen fand der Weitsprung der männlichen Altersklasse U 18 statt. Hier versuchte Michael Liebl nochmals sein Glück. Bis zum fünften der sechs Versuche lag er auf dem fünften Platz. Und in diesem letzten Anlauf ging er volles Risiko, um keinen Zentimeter am Balken zu verschenken. Mit Maßarbeit und einem glänzenden Sprung holte er sich mit 6,33 m noch die Bronzemedaille. Diese Weite ist auch ein neuer Vereinsrekord in der AK U 18.

Zum Ende der Wettkämpfe standen dann noch die 1500 m Läufe auf dem Zeitplan. Hier lief in der AK U 20 Sophia Fröhlich auf den stolzen Silberrang. Die beiden Mühlbauer-Zwillinge starteten zum ersten Male ebenfalls über diese Distanz aber in der AK U 18. Emily hielt sich lange Zeit sehr gut im Läuferinnenfeld, erst ab 1000m musste sie immer mehr abreißen lassen und konnte dem Tempo nicht mehr folgen. Sie beendete dann auf Rang neun den Wettkampf. Schwester Leoni kam auf Rang zehn ins Ziel.

So verlief für die Athletinnen und Athleten des TV Bad Kötzting ein sehr erfolgreiches Wochenende in der Landeshauptstadt. Mit einer Gold- und je drei Silber- und Bronzemedaillen hatte im Vorfeld der Wettkämpfe keiner gerechnet.

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Mit Bestleistungen auf Titeljagd

Sieben Podestplätze standen am Sonntag bei den nordbayerischen Hallenmeisterschaften der Alterklassen U 16 und U 20 auf der Habenseite der Leichtathleten des TV Bad Kötzting. Aber nicht nur die Platzierungen waren das Positive daran, sondern die zum Teil dabei erzielten Leistungen, die schon besonders erwähnenswert sind. Mit drei neuen Vereinsrekorden und acht persönlichen Bestleistungen beendeten sie die Wettkämpfe in der Quellehalle in Fürth.

Der große Star in den Reihen der sieben Athletinnen und Athleten des TV war diesmal Sebastian Wolczecki, M 15. Mit drei neuen Bestleistungen, davon zwei Vereinsrekorden, gewann er eine Gold- und zwei Silbermedaillen. Das Sprint- und Sprungtalent holte im sechsten Versuch im Weitsprung zu einem Paukenschlag aus. Mit einem grandiosen Sprung von 6,02 m holte er sich den nordbayerischen Meistertitel und verteidigte diesen vom letzten Jahr erfolgreich. Im 60m Hürdenvorlauf glückte im auch ein glanzvolles Rennen. Wie aus einem Guss gelangen hier der Start und die Beschleunigung zur ersten Hürde. Auch der Sprint zwischen den weiteren Hürden gelang vorzüglich.

Mit großem Vorsprung lief er in 8,64 Sek über die Ziellinie. Leider konnte er dann im Finale der schnellsten acht diese Leistung nicht mehr wiederholen. Bis zu dritten Hürde lag er zwar in Führung, aber diese und auch die vierte touchierte er dann leicht und schon war der Rhythmus verloren, so dass er in 8,86 Sek mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen musste. Über die 60 m flach lief er schon im Vorlauf mit 7,69 Sek eine neue Bestzeit. Hier konnte er dann im Endlauf nochmals eine Schippe drauflegen. Mit 7,61 Sek belegte er auch dann wieder Rang zwei und durfte sich über Silber freuen. Mit diesen Leistungen hat er jeweils zwei neue Vereinsrekorde erzielt und ist damit gerüstet für die bayerischen Meisterschaften in vierzehn Tagen in München. Gleich bei seinem ersten Start auf bayerischer Ebene erlief sich Sebastian Liebl M 13 über die 800 m den nordbayerischen Meistertitel in seine Altersklasse. Er hielt sich über die vier Hallenrunden genau an die Anweisungen seines Trainers und überlief in der letzten Runde alle Konkurrenten in sehr souveränen Art und Weise. Er startete auch noch im 60 m Sprint. Hier zog er auch nach einem dritten Platz in seinem Vorlauf sehr sicher in das Finale. In diesem konnte er seine Vorlaufzeit nochmals leicht verbessern und belegte den ausgezeichneten vierten Rang (8,86 Sek). Den dritten Titel für das Team aus der Pfingstrittstadt gewann die Mehrkämpferin Luisa Fischer U 20. Bei ihrem ersten Start in der neuen Altersklasse – hier haben sich ja die Bedingungen in Form von Gewichten, Hürdenhöhe und dergleichen geändert – konnte sie das Kugelstoßen zu ihren Gunsten für sich entscheiden.

Mit der sehr guten Weite von 10,98 m holte sie sich den Titel und stieß gleichzeitig einen neuen Vereinsrekord. Auch über die 60m Hürden überzeugte sie mit der guten Zeit von 9,55 Sek. Mit dieser Zeit lief sie sich auf den zweiten Rang. Der Weitsprung verlief wie der Hochsprung nicht so ganz nach ihren Vorstellungen. Aber gerade diese beiden Disziplinen sind in einer normalen Turnhalle im Winter technisch sehr schlecht zu trainieren. Aber mit Platz vier im Weitsprung und Rang sechs im Hochsprung war das Resultat auch nicht schlecht. Auch für Hannah Hausladen lohnte sich die Reise nach Franken.

Auch sie startete zum ersten Male bei Titelkämpfen auf bayerischer Ebene. Sie hat ihre Stärken im Kurzsprint und muss aber am Startverhalten noch einiges verbessern. In ihrer Altersklasse W 13 mussten sechs Vorläufe gestartet werden, so groß war hier die Meldestärke. Sie war gleich im ersten an der Reihe und lief sich mit 8,77 Sek in die beiden Finals. Auch gelang dort nochmals eine Verbesserung der Zeit. In neuer Bestzeit von 8,70 Sek holte sie sich ganz überraschend den dritten Rang und damit Bronze. Den 800 m Lauf beendete sie auf Rang acht. Mia Hess W 15 lief über die 60 m Hürden auf den undankbaren vierten Platz. Wie im Vorlauf blieb auch im Endlauf die Uhr bei 9,74 Sek für sie stehen. Auf Rang drei fehlte eine lausige Hundertstelsekunde! Auch sie stellte eine neue Bestzeit auf. Über die 60 m flach belegte sie Rang acht. Michael Liebl war am letzten Wochenende leider verletzt, so dass er diesmal eine Altersklasse höher bei der U 20 an den Start ging. Er belegte im Weitsprungwettbewerb sowie im Hochsprung jeweils den fünften Rang. Hier verbesserte er seine Sprunghöhe auf 1,75 m. Im Weitsprung gelang ihm kein Sechsmetersprung. Nico Blasini M 15 bestritt seinen ersten Wettkampf im Trikot des TV. Leider konnte er sich über die 60m und die 60 m Hürden für keines der Finals qualifizieren.

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Bestzeiten am laufenden Band

Beim 32. Neustädter Laufmeeting am Freitag und Sonntag zauberten viele der Athletinnen und Athleten des TV Bad Kötzting noch neue Bestzeiten auf die Bahn. Der Ausrichter, die DJK Weiden, bot hier mehrere unterschiedliche Laufstrecken von 200 m bis 3000 m an. Mit fast 200 Starterinnen und Startern aus ganz Deutschland und Tschechien war es auch heuer wieder hervorragend besucht.

Trainer Brandl hatte zum Saisonausklang dieses Meeting bewusst ausgewählt, denn hier mussten seine Athleten auch einmal Distanzen laufen, die sie die ganze Saison noch nicht absolviert hatten. Und sie taten dies auf hervorragende Art und Weise. Es gab nicht nur einen neuen Vereinsrekord zu feiern, sondern viele Zeiten reichten sogar für die Top Ten in den bayerischen Bestenlisten. Auch einige neue persönliche Bestzeiten wurden noch erzielt. Da die Läufe nicht nach Altersklassen eingeteilt wurden, sondern nach den gemeldeten Zeiten, standen dabei nicht alleine der Sieg im Vordergrund, sondern die gelaufenen Zeiten.

Einen neuen Vereinsrekord erzielte der 12jährige Sebastian Liebl über die 800 m. Mit 2:34,56 min verbesserte er sich gleich um über sechs Sekunden gegenüber seiner bisherigen Zeit und die alte Vereinsbestleistung von Max Inhofer unterbot er um fünf Sekunden.

Neue persönliche Bestleistungen erzielten auch Emily Mühlbauer über die 800 m in 2:31,79 min, sowie Sophia Fröhlich ebenfalls über die zwei Stadionrunden in 2:19,98 min, wobei sie zum ersten Male unter der zwei-zwanziger Marke blieb. Eine glänzende Zeit lief Marlene Fuidl W 15 über 300 m. Mit der ausgezeichneten Zeit von 43,07 Sekunden lief sie auf Rang sechs in der bayerischen Bestenliste. Auch Christina Vogl bot mit 44,01 Sek eine tolle Vorstellung. Ebenfalls hervorragend die Zeit von Emily Mühlbauer, die in 44,88 Sek über die Ziellinie lief. Alle drei stehen nun in der Bezirksbestenliste ganz vorne. Über die 1500 m bestätigte Sophia Fröhlich mit 4:52,74 min ihre Bestzeit von den bayerischen Meisterschaften.

Die Sprinterinnen und Sprinter betätigten sich diesmal auf der halben und ganzen Stadionrunde. Dass dies nicht so einfach war, mussten Alicia Inhofer, Veronika Maurer und Michael Liebl dann gegen die Spezialisten neidlos anerkennen. Auch Luisa Fischer machte nochmals vor den deutschen Mehrkampfmeisterschaften am Wochenende eine Härtetest über die 800 m. Sie lief die ersten sechshundert Meter sehr stark, musste aber dann auf den letzten 200 m Lehrgeld bezahlen. Aber der Test bestätigte ihre gute konditionelle Verfassung. Leoni Mühlbauer lief die 800 m am Freitag und am Sonntag die 300m.

Insgesamt gab es an diesen zwei Tagen von Neustadt vier Tagessiege und  neun persönliche Bestzeiten sowie einen neuen Vereinsrekord  für das Team von Trainer Alois Brandl.

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Fischer Luisa als Medaillensammlerin

Erfolgreiches Wochenende der Leichtathleten – 4 Medaillen für Luisa Fischer bei den BM in Augsburg

Mit gemischten Gefühlen fuhr am Samstagmorgen Trainer Alois Brandl mit seinen Schützlingen zu den bayerischen Meisterschaften der Jugend, Frauen und Männer nach Augsburg ins ehrwürdige Rosenaustadion. Verletzungen und Krankheiten im Vorfeld waren nicht die besten Voraussetzungen für erfolgreiche Wettkämpfe. Aber die Athletinnen und Athleten bewiesen alle ein starkes Kämpferherz und so wurden auch diese Meisterschaften wieder mit Medaillen und guten Platzierungen für den TV Bad Kötzting beendet.

Die erfolgreichste Medaillensammlerin dieses Wochenendes kam aus Bad Kötzting. Die bayerische Meisterin im Siebenkampf mischte auch bei den Spezialistinnen gehörig auf. Mit vier Medaillen durfte sie am Sonntag das Stadion verlassen. Das hat es bis jetzt beim TV Bad Kötzting noch nicht gegeben, dass eine Athletin gleich viermal auf das Siegerpodest bei bayerischen Meisterschaften steigen durfte.

Ihre erste Medaille durfte sie am Samstag mit ihren drei weiteren Kolleginnen in der 4×100 m Staffel in der Farbe Bronze in Empfang nehmen. Mit Startläuferin Marlene Fuidl, der zweiten Christina Vogl, Luisa als dritte und Veronika Maurer als Schlussläuferin holte sich das Quartett aus der Bad-Stadt die Bronzemedaille. Leider fehlten für die Quali zur deutschen Meisterschaft wieder 18/100 Sekunden.

Als erster Wettkampf  Sonntagfrüh war der Hochsprung auf dem Zeitplan. Mit bisher gesprungenen 1,63 m in dieser Saison lag Fischer auf Rang acht der vierzehn angetretenen Springerinnen. Nach den drei ersten Höhen, die sie problemlos überwand, musste sie aber bei den Höhen von 1,61m und 1,64m jeweils in die dritten Versuche, um weiterzukommen. Dann gelang ihr über die neue Rekordhöhe von 1,67m gleich im ersten Anlauf ein perfekter Sprung. Jetzt hatte sie für eine Medaille alle Trümpfe in der Hand. Nur die spätere Siegerin überwand diese Höhe ebenfalls gleich zum Auftakt. Die beiden weiteren Gegnerinnen rissen ein- bzw. zweimal. Bei der nächsten Höhe von 1,70m waren noch vier Springerinnen im Kampf um die drei Medaillen dabei. Diese Höhe war aber dann für drei Athletinnen zu hoch, so dass auf Grund der Fehlversuche über 1,67m die Bad Kötztingerin das bessere Ende für sich hatte und sich eine total überraschende Silbermedaille ersprang. Bestleistung und neuer Vereinsrekord waren noch die erfreulichen Nebeneffekte dieser Medaille.

Die beiden nächsten Disziplinen, die das Mehrkampftalent zu bewältigen hatte, waren der Speerwurf und der Weitsprung. Leider liefen diese beiden Wettkämpfe zeitgleich über die Bühne. So hieß es dann für sie, Speerwurfspikes ausziehen und Weitsprungspikes anziehen und dann dies sechsmal im Wechsel. Aber Luisa blieb dabei cool und erledigte es in sehr souveränen Art und Weise. Trainer Brandl pendelte zwischen den beiden Wettkampfstätten immer hin und her und beruhigte die Sportlerin. Der Auftakt im Weitsprung glückte gleich mit sehr guten 5,24m. Im Speerwurf legte sie im zweiten Versuch mit 41,72m ebenfalls eine ausgezeichnete Weite hin, welche für die Endkampfteilnahme sicher reichte.

Im zweiten Versuch im Weitsprung gelang ihr dann eine Verbesserung auf 5,43m, was gleichzeitig die Führung des Dreizehner-Feldes bedeutete. Im Speerwurf lag sie nach dem Vorkampf auf Rang vier und in den Versuchen vier und fünf erreichte sie keine Verbesserung ihrer bisherigen Weite. Auch im Weitsprung änderte sich nach dem vierten Versuch die Reihenfolge. Fischer lag nur noch auf Platz drei. Auch nach dem fünften Sprung blieb die Platzierung gleich. Aber vor dem letzten Durchgang musste sie nochmal zum Speerwurf, um dort ihren letzten Versuch zu absolvieren. Nervenstark und mit dem unbedingten Willen für eine Medaille, konnte sich Luisa Fischer tatsächlich nochmals auf 42,45 m steigern und sich über die Bronzemedaille freuen. Im Laufschritt ging es gleich zurück zum Weitsprung, um sich dort auf den sechsten und letzten Versuch vorzubereiten. Bronze hatte sie bereits sicher. Um ganz nach vorne zu springen, musste sie die 5,52m der Führenden überbieten. Als letzte Weitspringerin eines äußerst spannenden Wettkampfes stand sie dann an der Ablaufmarke zu ihrem letzten Sprung. Und Fischer gelang nach einem genauen Absprung vom Brett ein Supersprung! Freudensprünge folgten anschließend, als die Kampfrichterin die Weite von 5,58 m bekanntgab. Die ganze Truppe einschließlich Trainer Brandl hüpfte im Kreis und feierte die neue bayerische Meisterin im Weitsprung der Altersklasse U 18. Diese 5,58m sind auch ein neuer Vereinsrekord aller weiblichen Athletinnen in den Reihen des TV Bad Kötzting.

Ein weiteres Highlight am Sonntag lieferte Sophia Fröhlich über die 1500m ab. Sie hatte am letzten Wochenende in Regensburg die Qualinorm für die deutschen Jugendmeisterschaften nur um 59/100 Sekunden verfehlt und wollte dies in Augsburg nun nachholen. Die Vorraussetzungen waren gut, die drei Führenden der Bestenliste waren am Start und boten so der Bad Kötztingerin ein gutes Tempo zur Normerfüllung an. Dieses Tempo nahm Sophia Fröhlich auf den beiden ersten Runden an und lief mit 3:11 min einen ersten Kilometer der auf eine gute Endzeit hindeutete. Die zwei Führenden waren nach drei Runden aber schon außer Reichweite. Zur dritten aber blieb sie immer auf Schlagdistanz und heftete sich an ihre  Fersen. Die TVlerin konnte dann auf den letzten zweihundert Metern nochmal Tempo aufnehmen, aber leider fehlte im Ziel eine lausige Sekunde zur Bronzemedaille. Aber mit neuer Bestzeit von 4:52,56 Minuten unterbot sie diesmal die Norm für Ulm und darf sich so auf ihre ersten deutschen Meisterschaften freuen. Am Samstag lief es über die 800 m nicht so gut für sie. Mit 2:23,35 Min musste sie sich hier mit Rang acht zufrieden sein.

Michael Liebl belegte bei den Jungs der AK U 18 zweimal Rang sieben. Mit der Einstellung seiner Bestweite von 6,21m im Weitsprung und neuer Bestzeit von 15,64 Sek über die 110m Hürden kam er zweimal in die Urkundenränge dieser Meisterschaften. Die Hürdenzeit ist auch gleichzeitig ein neuer Vereinsrekord. Der alte wurde bereits im Jahre 1996 aufgestellt.

Die drei Sprinterinnen Veronika Maurer, Christina Vogl und Marlene Fuidl gingen über die 100m an den Start. Der erst fünfzehnjährigen Fuidl gelang sogar der Einzug in die Zwischenläufe. Mit neuer Bestzeit von 12,95 Sek erreichte sie Rang sechzehn der fünfzig Sprinterinnen. Für die beiden anderen war leider nach dem Vorlauf das Ende der Wettkämpfe. Für Veronika Maurer war es der erste Antritt nach einer zweimonatigen Verletzungspause wegen eines starken Muskelfaserrisses.

Wieder einmal durften sich Athletinnen aus der Pfingstrittstadt über Medaillen bei bayerischen Meisterschaften freuen. Für die Teilnahme an solchen Meisterschaften ist ja im Vorfeld schon eine gewisse Leistung erforderlich, um dort starten zu dürfen.

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