Faire Wettkämpfe um die Stadtmeistertitel

Die neuen Stadtmeister in der Leichtathletik stehen fest – über 100 Teilnehmer

Über 100 Sportler aus elf Vereinen beteiligten sich am Freitag am Mehrkampfmeeting des TV Bad Kötzting. Besonders begrüßte Abteilungsleiter Alois Brandl die Teilnehmer aus der Partnerstadt Susice mit ihren Trainern Jaroslava Krizova und Vaclav Svoboda. Die weitest angereiste Athletin war Tereza Lachova, die mit ihrem Vater bis aus Brno (Brünn) CZ sich auf den Weg gemacht haben, um an den Wettkämpfen in Bad Kötzting teilzunehmen.

Bei optimalem Leichtathletikwetter begannen die Wettbewerbe im Vierkampf um 17.00 Uhr und die Dreikämpfe um 18.00 Uhr auf der neuen Anlage am Schulsportplatz in Bad Kötzting. Wie beim TV schon jahrelang praktiziert, werden die Wettkämpfe in Riegen durchgeführt. Nach Einteilung dieser waren dann in kurzer Zeit die Weitsprunganlagen, Ballwurfstationen, die Hochsprungmatte, der Kugelstoßring und die Laufbahnen von den Athletinnen und Athleten stark belegt. Es wurde um jeden Zentimeter und jede hundertstel Sekunde hart gekämpft, denn die Leistungen wurden vom Computer in Punkte umgerechnet.  Zur Austragung kam für alle Schüler bis elf Jahre ein Dreikampf, bestehend aus Weitsprung, Ballwurf und 50m Sprint. Auch alle Jugendlichen und Frauen und Männer mussten sich einem Dreikampf (100m, Weitsprung und Kugelstoßen) unterziehen. In den Altersklassen 12 bis 15 Jahre versuchten sich die Teilnehmer im klassischen Vierkampf, bei dem als vierte Disziplin der Hochsprung absolviert werden musste.

Die Wettkämpfe wurden auch heuer wieder sehr zügig abgewickelt und bereits um 19.30 Uhr konnte Abteilungsleiter Brandl mit der Siegerehrung beginnen. Für alle aktiven Teilnehmer hatte der Veranstalter Urkunden bereitgestellt. Die ersten drei jeder Altersklasse erhielten noch ihre Medaillen in Gold, Silber und Bronze und jeweils ein T-Shirt vom KaitersbergTrail 2019. Für alle Klassensieger gab es noch eine Eintrittskarte fürs Aquacur.

Die Punktbesten der Schülerinnen und Schüler, weiblichen und männlichen Jugend und Frauen und Männer erhielten noch die Stadtmeisterpokale. Die Auszeichnungen wurden von der Vorsitzenden des TV Bad Kötzting, Carola Höcherl-Neubauer und der Beisitzerin Elisabeth Plötz vorgenommen. Heuer fanden auch alle sechs Pokale wieder einen Abnehmer.

Stadtmeister der Schüler wurde Marlene Fuidl und Sebastian Wolczecki, die besten Jugendlichen waren Luisa Fischer und Michael Liebl, bei den Frauen hat die meisten Punkte Elisabeth Plötz eingefahren und bei den Männer stand Simon Miethaner ganz oben auf dem Podest. Ferner gab es noch ganz hervorragende Leistungen an diesem Freitagabend. Marlene Fuidl setzte sich mit der glänzenden Punktzahl von 2023 an die Spitze in Bayern. Auch Sebastian Wolczecki glänzte mit 1945 Punkten und liegt damit auf Rang vier im Freistaat.

Brandl bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei seinen treuen Helfern, die wieder großen Anteil am Gelingen der Wettkämpfe hatten und lud sie zum anschließenden Helferabend herzlich ein. Dem Trainer vom TJ Susice, Vaclav Svoboda und seiner Co-Trainerin überreichte er einen guten Tropfen Trail-Schnaps und bedankte sich bei ihnen für ihr Kommen. Svoboda lud für September wieder zu einem Gegenbesuch zu einem Meeting in Susice ein. Die komplette Ergebnisliste ist hier auf der Homepage der Leichtathleten des TV Bad Kötzting einzusehen.

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DM-Endlauf knapp verpasst

Einen sehr bitteren Ausgang nahm am Freitag ihre erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft für Sophia Fröhlich. Das 17jährige Laufmädel des TV Bad Kötzting hatte sich bei den bayerischen Meisterschaften in Augsburg mit ihrer guten Zeit von 4:52 Minuten über die 1500 m für die nationalen Titelkämpfe der Jugend an diesem Wochenende in Ulm qualifiziert. Es waren dreißig U 18 Athletinnen für die 1500 m gemeldet und Sophia lag mit ihrer Zeit auf Rang fünfundzwanzig. Die Meldung für die Vorläufe gaben dann zwanzig Läuferinnen ab. Für den Einzug ins Finale der besten Zwölf musste Fröhlich entweder unter den vier Vorlaufschnellsten sein oder unter den vier weiteren Zeitschnellsten ins Ziel kommen. In einem Rennen, das ihr vom Tempo her und vom Rennverlauf entgegenkam, bog sie als fünfte in ihrem Lauf auf die Zielgerade ein. Und alles deutete darauf hin, dass sie sich für das Finale qualifizieren würde. Aber leider wurden ihre Beine auf den letzten achtzig Metern immer verkrampfter und sie konnte sich nur mit letzter Konzentration bis ins Ziel auf den Beinen halten. Sie kam als dreizehnte der zwanzig Läuferinnen beider Vorläufe in die Wertung. Nur ein Platz fehlte ihr, um am Samstag im Finale der zwölf  1500 m Läuferinnen in der AK U 18 dabei zu sein. Aber Sophia hat bewiesen, das dies kein unmögliches Unterfangen gewesen wäre.

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Fünf Klassensiege beim Osserlauf

Auch beim Osserlauf am Sonntag boten die Läuferinnen und Läufer des TV Bad Kötzting wiederum starke Laufleistungen. Mit fünf Klassensiegen, vier zweiten und einem dritten Platz kamen sie auf zehn Podestplätze.

Sehr stark war wiederum Sebastian Liebl in der AK M 12 als Sieger in dieser Klasse. Auch Hannah Hausladen beherrschte die AK W 12 und lief die Tagesbestzeit über die 1,3 km. Das schnellste Mädchen über die Laufstrecke von 2,5 km kam ebenfalls aus der Bad Stadt. Emily Mühlbauer W 15 ließ keine andere an sich vorbei. Auch bei den Altersklassen der Herren kamen zwei Sieger aus den Reihen des TV Bad Kötzting. Martin Ochsenmeier war der schnellste Mann über die 5,0 km Strecke und Hans Geiger siegte in der AK M 50 im 10 km Lauf.

Jeweils auf den zweiten Plätzen in ihren Altersklassen landeten, Magdalena Neuberger W 6, Alfons Brandl M 11, Christian Geiger M 14 und Leoni Mühlbauer W 15. Andreas Prechtl erreichte in der M 12 den dritten Rang. Und auf dem vierten Platz in der AK W 12 kam Emily Bräu ins Ziel.

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Neun Stockerlplätze in Pocking

Auch das Abendmeeting des SV Pocking endete für die angetretenen Athletinnen und Athleten des TV Bad Kötzting wieder sehr erfolgreich. Dabei erzielten sie auch wieder einige neue persönliche Rekorde und erzielten ausschließlich nur Podestplätze.

Ein weiter Satz in die Weitsprunggrube gelang dabei Marlene Fuidl. Mit neuem Rekord von 5,04 m sprang sie sich dabei unter die TopTen in der bayerischen Bestenliste. Diese Weite reichte dann auch zum Sieg in der AK U 16 weiblich. Auf Rang drei landete hier Mia Hess mit ebenfalls neuer Bestweite von 4,44 m.

Endlich blieb die Uhr für Michael Liebl über die 100 m unter der zwölf Sekundengrenze stehen. Mit 11,94 Sekunden lief er damit auf Rang zwei in der AK U 18. Den Tagessieg holte er sich im Weitsprung. Mit 5,88 m war er an diesem Abend der beste Weitspringer an der Anlage. Mit zwei ersten Plätzen verließ Sebastian Wolczecki den Sportplatz. 5,65 m im Weitsprung und 12,51 Sek über die 100 m waren am Ende seine beiden Ergebnisse. Marlene Fuidl siegte in 13,24 Sek ebenfalls über die 100 m in ihrer Altersklasse. Mia Hess erreichte in 13,68 Sek hier den zweiten Rang. Für die Mittelstreckenläuferin Sophia Fröhlich hatte ihr Trainer die 400 m vorgesehen. Mit 63,35 Sekunden kam sie hier als erste in der AK U 18 ins Ziel.

So war die Reise ins Rottal für die Bad Kötztinger mit einigem Erfolg gekrönt. Nur die beschwerliche Anreise mit zwei langen Staus auf der Autobahn kostete den Bayerwäldlern einiges an Nerven.

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Luisa Fischer setzt sich Bayerische Mehrkampfkrone auf

In einem dramatischen und äußerst spannenden Siebenkampf lag am Ende das 17jährige Mehrkampftalent des TV Bad Kötzting auf Platz eins bei den bayerischen Mehrkampfmeisterschaften in Friedberg bei Augsburg.

Die zwei heißen Tage von Friedberg wird Luisa Fischer so schnell nicht vergessen. Ohne große Ambitionen  traten sie und ihr Trainer Alois Brandl die Reise ins Schwäbische an. Eigentlich hatte das Duo nur die Qualinorm (4500 Punkte) für die deutschen Jugendmeisterschaften im August in Ulm im Fokus. Was sich aber dann im Laufe des Wettkampfes entwickelte, war schon bewundernswert. Das ganze Geschehen sei nun der Reihe nach geschildert:

Als erste Disziplin stand eine ihrer besten auf dem Zeitplan, nämlich der Hochsprung. Nach der Einstiegshöhe von 1,51 m übersprang sie alle weiteren Höhen bis 1,60 m im ersten Versuch. Als nächste Höhe lag die Latte bei 1,63 m. Hier scheiterten dann bis auf drei Mehrkämpferinnen alle anderen an dieser Höhe. Fischer übersprang sie im zweiten Versuch sehr sicher. Bei 1,66 m war leider dann auch für sie der Wettkampf zu Ende. Dabei hatte sie aber zwei vielversprechende Versuche, bei denen sie die Latte nur mit den Waden touchierte. So lag sie mit den beiden weiteren Mehrkämpferinnen vorerst einmal auf Rang eins. Diesen musste sie aber schon über die 100 m Hürden abgeben. Sie lief zwar neue Saisonbestzeit, aber diese warf sie trotzdem auf Rang zwei zurück. Nach einem kleineren Hickhack um die zweite Kugelstoßanlage außerhalb des Stadions, die einem Kartoffelacker ähnlich sah, wurde dann dieser Wettbewerb etwas verspätet dann doch noch auf der Anlage im Stadion durchgeführt. Obwohl sie in dieser Disziplin noch einige technische Probleme hat, konnte sie ihre bisherige Bestweite verbessern und ließ die Kugel 11,39 m weit fliegen. Das bedeutete in der Zwischenwertung Rang drei für sie. Den Abschluss des ersten Tages bildete dann der 100 m Sprint, der manchmal eine Hängepartie für die Miltacherin im Dress des TV Bad Kötzting sein kann. Bei starkem Gegenwind und der einer bayerischen Meisterschaft nicht würdigen Bahn blieb die Uhr bei 13,55 Sek für sie stehen. Hier verlor sie noch etwas an Boden auf die vor liegenden Athletinnen. So reichte es für sie in der Vierkampfwertung mit lausigen drei Punkten Rückstand auf Rang drei leider nur zum Blechrang. Die im Vierkampf führende Athletin hatte bereits einen Vorsprung von 187 Punkten auf die Bad Kötztingerin und damit war die Titelvergabe bereits in weite Ferne gerückt.

Nach einer Tropennacht im Hotel machten sich dann Trainer und Athletin schon sehr früh auf ins Stadion. Für 10.10 Uhr war der nächste Wettbewerb, der Speerwurf angesetzt. Eine ganz starke und eine der Lieblingsdisziplinen des TV-Mädels. Jetzt musste sie, wenn sie um die Vergabe der Medaillen noch eingreifen wollte, schon einige Meter weiter werfen als die Konkurrenz. Und tatsächlich gelang ihr gleich im ersten Versuch mit 42,73 m eine neue Bestweite und sie überholte mit diesem Wurf alle vor ihr liegenden Athletinnen und fand sich nach der fünften Disziplin plötzlich wieder auf Rang eins. Nach einer kurzen Pause wurde bereits zum Weitsprung aufgerufen. Und auch hier gelang ihr eine weitere große Überraschung. Mit 5,32 m sprang sie Tagesbestweite und baute ihren Vorsprung auf 100 Punkte vor dem abschließenden 800m Lauf aus. Sie durfte auf ihre stärkste Gegnerin nicht mehr als sieben Sekunden verlieren, um auf Goldkurs zu bleiben. Und es wurde dann tatsächlich ein Kampf bis auf die letzten Meter der zwei Stadionrunden. Fischer musste auch hier wieder Bestzeit laufen, um sich die Goldmedaille und damit den bayerischen Meistertitel zu sichern.

Mit 41 Punkten Vorsprung gewann sie in ihrer Karriere einen weiteren bayerischen Meistertitel dazu. Aber diese Meisterschaft war im Vorfeld von ihr und ihrem Trainer wahrlich nicht eingeplant. Nach zwei Ermüdungsbrüchen in den letzten beiden Jahren und dann noch eine Krankheit, bei der lange Zeit an kein Training zu denken war, ist dieser Erfolg nicht hoch genug einzuschätzen.

Mit drei neuen persönlichen Bestleistungen durfte sie sich noch über eine bayerische Bestleistung und über die Qualifikation für die deutschen Mehr-kampfmeisterschaften im August in Ulm freuen.

Dass ihr der Sieg in Friedberg nicht geschenkt wurde, zeigt die Ergebnisliste der U 18 Mädchen, bei denen sich die ersten fünf alle für die DM qualifiziert haben. Und ein Erfolg im Siebenkampf ist halt die Krone in der Leichtathletik. Hier ist eine Vielseitigkeit gefragt, die sehr viel Trainingsaufwand erfordert und noch mehr Disziplin der Athletin. Darum ist hier der Erfolg umso schöner und mit höchster Anerkennung einzuschätzen!

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