Nachwuchskader der Oberpfalz in Bad Kötzting

Der Nachwuchskader der Leichtathleten des Bezirks Oberpfalz traf sich am Sonntag zu einem Tageslehrgang in der Pfingstrittstadt. Der Trainer der Athleten des TV Bad Kötzting hatte die Planung und die Durchführung dieser Maßnahme in den Händen. Zusammen mit seinem Kollegen Georg Hofmeister aus Weiden gestaltete er die Trainingsstunden, die für die Teilnehmer sehr abwechslungsreich waren.

Nach einem gemeinsamen Aufwärmen teilten sich die jungen Sportler in zwei Gruppen. Während die eine von Hofmeister in dem Bereich Schnelligkeit geschult wurde, wies Brandl die andere in die Technik des Hochsprungs ein. Nach einer Stunde wurden die Gruppen dann getauscht. Nach der Mittagpause wurde dann ein gemeinsames Rumpfkrafttraining in Form eines Zirkels durchgeführt. In der letzten Stunde war dann für Läufer und Sprinter ein Ausdauertraining im Kurpark angesagt. Hier begleiteten die Athleten die beiden Plötz-Schwestern Barbara und Christine die Gruppe. Für die Werferinnen und Werfer standen dann Medizinballwürfe und Kugelstoßen auf dem Lehrgangs-plan. Pünktlich um 15.00 Uhr verließen die jungen Sportlerinnen und Sportler die Dreifachturnhalle, um sich auf den Nachhauseweg zu machen.

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Doppelgold für Alicia Inhofer

Auch die letzten Einzelmeisterschaften auf Landesebene verliefen für die Leichtathleten des TV Bad Kötzting wieder sehr erfolgreich. Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille, sowie einer Reihe von weiteren guten Platzierungen verließen sie am Samstagabend die Quellehalle in Fürth. Dabei war diesmal die 15jährige Alicia Inhofer der Star der Truppe von Trainer Alois Brandl, denn sie siegte im 60 m Sprint und über die 60 m Hürden. Bereits um 11.00 Uhr waren die Vorläufe über die 60 m für die Altersklasse W 15 angesetzt. Gleich im ersten der fünf Vorläufe musste sie in den Startblock. Nach einem sehr guten Start lag sie bereits nach der Hälfte der 60m Distanz klar in Führung. Alicia nahm dann das Tempo heraus und lief sehr verhalten als erste in 8,32 Sekunden über die Ziellinie. Normalerweise kommen die Vorlaufsieger und die weiteren Zeitschnellsten in die Finalläufe. So aber nicht bei diesen Meisterschaften. Hier kamen nur die acht Besten in das A-Finale. So musste sie dann doch eine kurze Zeit zittern, ob sie den A-Endlauf erreichen würde. Nach Beendigung der fünf Rennen lag sie dann auf Rang sechs und der Endlauf war gesichert. So gab es dann neunzig Minuten später ein tolles Finale der acht schnellsten Schülerinnen Bayerns zu sehen. Nach wiederum einem tollen Start und einer fantastischen Beschleunigung lief sie Brust an Brust mit einer Sprinterin aus Augsburg über die Ziellinie. Erst das Zielfoto ließ eine genaue Entscheidung über die Gold- und Silbermedaille zu. Mit 8,04 zu 8,05 Sekunden war es der knappste Vorsprung, den es in der Leichtathletik gibt, die Entscheidung für die Bad Kötztingerin. Diese Zeit bedeutet auch zugleich neue Bestleistung für sie und ein neuer Vereinsrekord.

Die 60 m Hürdenläufe wurden als Zeitendläufe ausgetragen. Hier gab es dann drei davon. Alicia wurde als aufgrund ihrer Meldeleistung in den dritten und auch schnellsten Lauf gesetzt. Nachdem die bisher schnellste Hürdensprinterin aus Bamberg wegen einer Verletzung nicht starten konnte, war das Hürdentalent aus der Bad Stadt klare Favoritin in dieser Disziplin. So bestach sie in ihrem Lauf wieder durch eine fast perfekte Technik und mit einer ausgezeichneten Schritteinteilung zwischen den Hürden. Sie lief schon vom Start weg in einer anderen Liga als ihre Gegnerinnen. Mit 8,92 Sekunden lag sie dann im Ziel mit über einer halben Sekunde Vorsprung vor der zweiten. Auch diese Zeit ist für sie wiederum neue Bestleistung und auch wieder ein neuer Vereinsrekord. In der aktuellen Bestenliste auf Bundesebene liegt sie damit auf Rang drei.

Über die Silbermedaille durfte sich Sophia Fröhlich U 18 freuen. Nach Rang zwei in der letzten Woche über die 800 m waren es diesmal die 1500 m. Es war für sie der erste Start über diese Distanz und es wird bestimmt auch nicht ihr letzter gewesen sein. Zwar fehlte ihr in diesem Lauf noch dass nötige Tempogefühl, aber nach einigen Rennen kommt das automatisch.

Auf Platz vier beendete Michael Liebl die 60 m Hürden bei den Schülern M 15. In seinem bisher besten Rennen über die Hürden lief er mit 9,00 Sekunden nicht nur persönliche Bestzeit, sondern auch einen neuen Vereinsrekord. Ebenfalls Platz vier gab es für Barbara Plötz im 1500 m Lauf der Altersklasse U 20.

Ganz stark präsentierte sich Emily Mühlbauer im 2000 m Lauf der Schülerinnen. Im großen Feld der sechzehn Läuferinnen musste sie sich erst einmal zurechtfinden, denn es war ihr erster Auftritt bei Landesmeisterschaften. So hielt sie sich in den ersten der zehn Hallenrunden im hinteren Drittel des Läuferfeldes auf. Nach der Hälfte des Rennens fasste sie Mut und kämpfte sich immer mehr an das Hauptfeld heran. So lag sie zwei Runden vor Schluss auf Rang zehn. Angefeuert von ihren Kameradinnen und ihrem Trainer überlief sie in der letzten Runde noch zwei vor ihr postierte Gegnerinnen und kam dann als sehr gute Achte ins Ziel. Vor allem ihre gelaufenen 7:32,86 Minuten lassen für die Sommersaison noch auf einiges hoffen. Sie verbesserte ihr bisherige Bestzeit um genau zwanzig Sekunden. Ebenfalls Rang acht gab es für Lara Heidmeier über die 60 m Hürden bei den Schülerinnen. Mit Rang neun in der gleichen Disziplin beendete Christina Vogl den Wettkampf. Beide hatten auch noch über die 60m flach gemeldet. Hier konnten sie sich zwar nicht für die Finalläufe qualifizieren, liefen aber sehr gute Zeiten. Lara verbesserte ihr bisherige Bestzeit von 8,68 Sek auf 8,58 Sekunden.

Jetzt steht für die Leichtathleten nur mehr der Hallenmehrkampf auf dem Terminplan. Hier steht noch nicht fest, wer dort antreten darf, denn es werden nach einem Punktequotienten der Ergebnisse vom letzten Jahr die Teilnehmer ermittelt.

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Hürdentriumph bei Bayerischer

Eine Gold- und vier Silbermedaillen gab es bei den bayerischen Hallenmeisterschaften der U 18 für die TV-lerinnen am Wochenende in München. Ohne Medaillen tun es die Athletinnen des TV Bad Kötzting bei Landesmeisterschaften einfach nicht. Auch an diesem Wochenende bestachen sie wieder mit herausragenden Leistungen und vielen neuen Bestleistungen, darunter sogar einem neuen Vereinsrekord.

Ein wahres Feuerwerk brannten die jungen Damen im Finale über die 60 m Hürden der weiblichen Jugend U 18 ab. Schon in ihren Vorläufen liefen sie jeweils neue Bestleistungen. So gab es sensationell einen Endlauf mit drei TV Sprinterinnen. Das war ein Novum für den TV Bad Kötzting. Noch nie standen in einem Finale bei Landesmeisterschaften drei blaue TV-Trikots gemeinsam an der Startlinie. Nach der Bahnverteilung für das Finale stand Anna Hofmann auf Bahn vier, daneben auf Bahn fünf Luisa Fischer und die Bahn acht wurde Veronika Maurer zugeteilt. Alle drei Kötztingerinnen erwischten einen sehr guten Start und überquerten nach einer starken Beschleunigung die erste Hürde. Denn im Hürdensprint ist dies eine Voraussetzung für den weiteren Verlauf über die nächsten Hürden. Aber auch diese nahmen sie in exzellenter Technik bei starkem Vorwärtsdruck. Nach der dritten Hürde zeichnete sich für Anna Hofmann ein kleiner Vorsprung vor ihrer Vereinkameradin Luisa Fischer ab. Und beide konnten dann auch den kleinen Vorsprung vor ihren Konkurrentinnen bis ins Ziel behaupten. Mit 9,01 Sekunden ersprintete sich Anna Hofmann den Titel einer bayerischen Hallenmeisterin (Die alte Bestzeit stand bei 9,10 Sekunden). In ebenfalls gigantischen 9,07 Sekunden lief die Mehrkämpferin Luisa Fischer auf den Silberrang. Sie hatte vor diesen Wettkämpfen 9,34 Sekunden als Bestzeit stehen. Für das dritte TV-Girl, Veronika Maurer, blieb die Uhr bei 9,21 Sekunden stehen, was Rang fünf für sie bedeutete. Ihre bisherige Bestzeit stand bei 9,45 Sekunden! Einen solchen Triumph bei Landesmeisterschaften hat es in den Reihen des TV Bad Kötzting noch nie gegeben. Da zahlte sich das intensive Hürdentraining der letzten Monate aus. Der Glückwunsch ihres Trainers zu diesem Erfolg war den TV-Girls gewiss.

Im Hochsprung der U 18 gingen Luisa und Anna auch an den Start. Während diesmal Anna nicht zurecht kam und bereits bei der Höhe von 1,58 m die Segel streichen musste, lief es für Luisa umso besser. Sie überwand alle Höhen bis 1,61 m im ersten Versuch. Dann wurde die Latte auf 1,64 m aufgelegt, was neue Bestleistung bedeuten würde. Es waren nur mehr drei Hochspringerinnen im Wettbewerb, eine Medaille war ihr da bereits sicher.

Während sie im ersten Versuch die Höhe noch riss, überwand sie diese mit einer blitzsauberen Überquerung im zweiten Anlauf. Die nächste Höhe von 1,67 m war an diesem Tag doch noch etwas zu hoch für sie. Da diese nur eine Athletin überwand und die andere die 1,64 m erst im dritten Versuch schaffte, bedeuteten die 1,64 m die Silbermedaille und zugleich neuen Vereinsrekord. So hoch sprang bisher noch keine Athletin aus den Reihen des TV.

Über die 800 m bei der weiblichen Jugend U 18 startete Sophia Fröhlich für die Bad-Städter. In einem spannenden Rennverlauf über die vier Hallenrunden entwickelte sich ein Dreikampf um die Medaillen. Keine der drei wollte so richtig Tempoarbeit übernehmen und es lief dann tatsächlich zu einem Endspurt auf den letzten hundert Metern hinaus. Erst nach Auswertung eines Zielfotos wurde diese Meisterschaft entschieden. Mit sechshundertstel Sekunden Rückstand musste sich Sophia Fröhlich in 2:25,67 Minuten am Ende geschlagen geben. Aber Silber ist nicht der Verlust von Gold, sondern ein Beweis, dass sie sich auch in diesem Jahr vor keiner Läuferin aus Bayern zu fürchten braucht. Für Barbara Plötz U 20 ging am Sonntag eine lange Siegesserie über die 800 m zu Ende. Nachdem sie in den letzten drei Jahren keinen 800m Lauf auf Landesebene verloren hatte, wurde sie diesmal von einer starken Läuferin aus Kehlheim besiegt. Trotz der sehr guten gelaufenen 2:14,29 Minuten musste sie sich mit Rang zwei und der Silbermedaille zufrieden geben.

Eine weitere starke Vorstellung lieferte am Samstag Luisa Fischer im Speerwurf der U 18 ab. Ohne große Vorbereitung stellte sie mit 37,81 m eine neue Bestweite auf und durfte sich über den überraschenden vierten Rang unter den Speerwurfspezialistinnen freuen. Veronika Maurer ging auch über die 60 m flach an den Start. Auch ihr gelang mit 8,26 sek eine neue Bestzeit. Leider gab es dafür keinen Einzug in das Halbfinale, denn eine andere Sprinterin lief die gleiche Zeit und dann wurde zwischen diesen beiden der letzte freie Platz für das Halbfinale ausgelost; leider zu Ungunsten der TV-lerin. Sie und Anna Hofmann versuchten sich dann noch beim Weitsprung. Wie schon vor vierzehn Tagen hatten sie auch diesmal mit dem Anlauf so ihre Probleme. Mit jeweils zwei ungültigen Versuchen reichten dann die Weiten vom dritten Anlauf nicht mehr für den Endkampf.

Trotzdem waren diese Landesmeisterschaften wieder äußerst erfolgreiche Titelkämpfe für die Truppe von Trainer Alois Brandl mit fünf gewonnenen Medaillen und weiteren ausgezeichneten Leistungen.

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Wieder sechs Podestplätze für TV

Glänzende Leistungen, eine ganze Reihe von persönlichen Bestleistungen und ein neuer Vereinsrekord waren das Resultat am Sonntag bei den nordbayerischen Hallenmeisterschaften in den Altersklassen U 16 und U 20 für die Athletinnen und Athleten des TV Bad Kötzting. Dabei standen sie wieder sechsmal auf dem Siegerpodest, davon ein erster Rang, zwei zweite Plätze und drei dritte Ränge.

Den Tagessieg für die Badstädter holte sich in überlegener Manier Barbara Plötz U 20 über die 800m. In einem Lauf gegen die Uhr um eine gute Zeit lief sie die vier Hallenrunden vom Start weg im Alleingang vorne weg. Dass sie den Lauf gewinnen würde, war ganz klar, aber dass sie mit der Siegerzeit von 2:16,11 Minuten auch die Norm für die deutschen Hallenmeisterschaften unterbieten würde, verdient schon Respekt.

Alicia Inhofer, die in drei Wettbewerben antrat, war mit zwei zweiten und einem dritten Platz äußerst erfolgreich. In einem spannenden Endlauf über die 60 m Hürden in der Altersklasse W 15 lief sie mit 8,97 Sekunden einen neuen Vereinsrekord und wurde nur knapp von einer Sprinterin aus Bamberg geschlagen. Den gleichen Einlauf gab es auch über die 60 m flach. Auch hier konnte sie mit neuer Bestzeit von 8,14 Sekunden wieder überzeugen. Den Weitsprungwettbewerb beendete sie mit 5,01 m und dem dritten Rang.

Über sich hinaus wuchs Lara Heidmeier W 15 ebenfalls im 60 m Hürdensprint. Obwohl sie im Vorfeld des Wettkampfes so ihre Probleme mit den Hürden hatte, lief sie diesmal zwei blitzsaubere Rennen. Schon im Vorfeld  lief sie mit 9,63 Sekunden eine neue Bestzeit. Diese verbesserte sie im Finale auf 9,58 Sekunden, was für sie den überraschenden dritten Rang ergab. Über die 60m flach konnte sie sich leider für das Finale der acht Zeitschnellsten dann nicht mehr qualifizieren.

Bei den Schülerinnen W 14 zeigten dann auch Marlene Fuidl und Christina Vogl ihre Sprintqualitäten. Während Christina im Vorlauf über die 60 m Hürden in 8,79 Sekunden sogar die schnellste war, reichten Marlene die 9,99 Sekunden ebenfalls für den Einzug ins Finale der besten acht. Und hier drehte sie dann den Spieß um. Marlene konnte ihre Vorlaufzeit deutlich mit 9,83 Sekunden unterbieten und wurde dafür mit dem dritten Rang belohnt. Christina dagegen kam nicht mehr ganz an ihre Vorlaufzeit heran und belegte mit 9,87 Sekunden den vierten Platz. Ebenfalls das Finale erreichten sie über die 60 m flach. Beide erzielten dabei neue Bestleistungen und wurden dafür mit Rang sieben für Christina und Rang acht für Marlene belohnt. Emily und Leoni Mühlbauer starteten zum ersten Male bei einem Rennen auf bayerischer Ebene. So war auch ihre Aufregung vor den Zeitläufen über die 800m sehr groß. Sie konnten sich zwar  nicht unter den schnellsten acht einreihen, aber beide verbesserten ihrer bisherige Bestzeit um ein paar Sekunden. Aber solche Rennen sind für sie in Sachen Renngestaltung und Tempoeinteilung sehr wertvoll.

Der einzige Junge aus der Truppe von Trainer Alois Brandl war diesmal Michael Liebl bei den Schülern M 15. Er lieferte im Vorlauf über die 60m Hürden eine tolle Vorstellung ab. In sehr guten 9,31 Sekunden erreichte er als Drittschnellster den Endlauf. Leider wurde er im Finale aufgrund eines kleinen Zuckens beim Start disqualifiziert. Es war eine sehr strenge Regelauslegung der Startrichter. Seine Vorlaufzeit hätte im Finale wieder Rang drei bedeutet. Im Hochsprung hatte er dann so seine Probleme. So waren die 1,53 m, die er übersprungen hatte, schon das Ende für ihn. Sie bedeuteten Rang vier in der Endabrechung. Er ging dann noch über die 60 m flach an den Start. Seine gelaufenen 8,10 sec reichten leider nicht für den Einzug in das Finale.

Am Ende der Meisterschaft hatten sieben Athletinnen und Athleten die Qualinormen für die bayerischen Meisterschaften in vierzehn Tagen an gleicher Stelle in der Tasche. Ein Riesenerfolg für die Truppe aus Bad Kötzting.

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Die Goldmedaille für den Freizeitsportler überreicht

Sportabzeichen 2017

63 Sportabzeichen in Gold, Silber und Bronze überreichten die Sportabzeichen-Prüfer des TV Bad Kötzting an die erfolgreichen anwesenden Sportlerinnen und Sportler am Samstagnachmittag im Gasthaus Ziegelhütte in Bad Kötzting. Die Abzeichen unterteilen sich in 44 Jugend- und 19 Erwachsenen-Sportabzeichen. Aus Sicht der Verantwortlichen war besonders erfreulich, dass sich wieder 11 Freizeitsportler zum ersten Mal der Prüfung unterzogen haben.

Eingangs der Verleihung begrüßte Abteilungsleiter Alois Brandl die Sportabzeichenreferentin des Bezirks Oberpfalz, Maria Zwickenpflug und die Vorsitzende des TV Bad Kötzting, Carola Höcherl-Neubauer.

Redner Brandl bedankte sich bei den beiden Prüfern Wencke Köppl und Hans Holzapfel recht herzlich für ihre Arbeit bei der Abnahme und beim Erstellen der Anträge. Wenn auch heuer die Zahl der Sportabzeichen nicht ganz an die beiden letzten Jahre herankam, so war es trotzdem wieder eine stolze Anzahl an erfolgreichen Bewerbern. Die Bedingungen für das deutsche Sportabzeichen sind nämlich nicht ganz einfach zu bewältigen. Vor allem das Abzeichen in Gold verlangt schon eine Vielseitigkeit von sportlicher Fitness.

Da wird in der Kategorie Ausdauer entweder ein 3 km bzw. 10 km Lauf verlangt, oder man bewältigt im Schwimmen die Distanz von 800m. Für Radspezialisten besteht auch die Möglichkeit eine Strecke von 20 km zu radeln. Im Block Kraft werden folgende Disziplinen angeboten: Medizinballwurf, das Kugel- oder Steinstoßen und der Standweitsprung. In einem weiteren Block, der Schnelligkeit, ist der 100m-Sprint oder für die über 50jährigen der 50m-Sprint auf der Liste. Ferner gibt es hier noch die Möglichkeit 25 m zu Schwimmen oder 200 m mit dam Rad zu sprinten. (fliegender Start).

In einer vierten Gruppe, der Koordination, ist entweder der Hoch- bzw. Weitsprung zu absolvieren. Aber auch gibt es hier noch den Schleuderballwurf oder ein bestimmte Variation mit dem Sprungseil zur Auswahl. Zusätzlich ist von allen Bewerbern ein Schwimmnachweis erforderlich. Dass die geforderten Leistungen für das Sportabzeichen in Gold „nicht ohne“ sind, sieht man an z.B. an den geforderten 12,3 Sekunden über die 100 m für einen 20-24jährigen Sportler. In der gleichen Alterskategorie muss er die 3000m in 12:50 Minuten laufen. Auch ist eine gewisse Vielseitigkeit gefordert. Ein guter Ausdauerläufer schafft noch lange nicht die Normen in der Schnelligkeit oder Koordination.

Brandl rief auch die Mitglieder anderer Abteilungen des TV auf, sich einmal am Erwerb des Sportabzeichens zu versuchen. Ein einziger Handballer hat im letzten Jahr das Abzeichen erfolgreich abgelegt. Alle anderen wurden von Sportlerinnen und Sportlern aus der Leichtathletikabteilung erworben.

Eine kleine Herausforderung wäre auch einmal einen Familienwettbewerb in Sachen Sportabzeichen einzuführen. Da wären dann alle Mütter, Väter und Geschwister gefragt, sich den Anforderungen zu stellen. Dies wäre vielleicht an einem eigenen Termin an einem schönen Sommerabend zu bewerkstelligen. Vielleicht nimmt das ein Team in die Hand. Auch ist für Werbung in Bekannten- und Freundeskreis wäre da ein guter Weg, das Sportabzeichen besser zu vermarkten.

Er bat aber auch die Bewerber nicht immer bis kurz vor dem Wintereinbruch mit der Abnahme zu warten. Für die Schnelligkeits- und Sprungdisziplinen ist ein lauer Sommerabend dafür besser geeignet. Wenn jemand zeitig im Jahr anfängt, hat er auch die Möglichkeit die eine oder andere Leistung zu verbessern.

Anschließend überreichten die Prüfer des TV die Nadeln in Bronze, Silber und Gold sowie die dazugehörenden Urkunden an die anwesenden erfolgreichen Sportabzeichenabsolventen.

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